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Das Lymphödem

Lymphgefäße übernehmen die Aufgabe von Abwasserleitungen in unserem Körper. In ihnen werden Schlacken und Bakterien abtransportiert. Bei einer Schädigung des Lymphgefäßsystems kann es zur Beeinträchtigung der Transportfähigkeit kommen, wodurch sich dann übermäßige Flüssigkeit und Eiweiße im subkutanen Gewebe ansammeln. Diesen Zustand bezeichnet man als Lymphödem.

Die Symptome sind zwar von Person zu Person unterschiedlich, aber ein Lymphödem kann an nahezu allen Stellen des Körpers (Arme, Beine, Gesicht, Brust-Bauch-Bereich usw.) entstehen. Durch Schwellungen besteht häufig ein Schweregefühl, man fühlt sich erschöpft und schnell ermüdet. Zusätzlich können schwergradige Entzündungen auftreten.

Man unterteilt Lymphödeme in primäre Lymphödeme mit nicht vollkommen geklärter Ursache und sekundäre Lymphödeme, bei denen der Grund für das Entstehen bekannt ist.

Primäres Lymphödem

Primäre Lymphödeme äußern sich aufgrund einer angeborenen Fehlbildung von Lymphgefäßen oder Lymphknoten. Diese Ödeme können schon bei der Geburt sichtbar sein, aber sich auch erst im hohen Alter durch eine jahrelang andauernde Überlastung der Lymphgefäße manifestieren. Statistisch gesehen sind Frauen, z.B. durch Pubertät, Schwangerschaft oder Entbindung häufiger betroffen.

Sekundäres Lymphödem

Sekundäre Lymphödeme können nach Krankheiten, äußeren Verletzungen oder therapeutischen Eingriffen entstehen. Besonders häufig treten sie nach therapeutischen Maßnahmen für maligne Tumore wie Brust-, Gebärmutter- oder Prostatakrebs auf. Das begründet sich darin, dass Lymphknoten, um Metastasen vorzubeugen, entfernt, bestrahlt oder medikamentös behandelt werden. Als Folge werden Abflusswege der Lymphgefäße blockiert oder in ihrer Funktion beeinträchtigt und führen so zu einem Lymphödem.

Die Zeit bis zum Auftreten eines sekundären Lymphödems ist individuell sehr unterschiedlich. Manche entwickeln eines direkt nach der Operation, andere erst nach 5, 10 oder mehr Jahren.


Bei einer aufgetretenen Schwellung ist es wichtig, sich frühzeitig auf Lymphödem untersuchen zu lassen und rechtzeitig mit einer Therapie zu beginnen. Dadurch kann das Auftreten eines Lymphödems verzögert und eine Verschlechterung des Zustandes vermieden werden.